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Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

Die AfD kommt in Sachsen-Anhalt auf 43,8 Prozent. Mich beschäftigt weniger die Zahl als die Frage, was die anderen Parteien jetzt daraus machen.

Die Zahlen stehen seit Sonntagnacht fest. Die AfD kommt in Sachsen-Anhalt auf 43,8 Prozent, die CDU auf 17,2, das BSW zieht mit 5,3 Prozent in den Landtag ein.

Überrascht hat mich das nicht. Auf ein kleines Wunder hatte ich trotzdem gehofft. Die absolute Mehrheit ist knapp verfehlt, und ich merke, wie wenig mich das
beruhigt.

Was mich seit diesem Abend umtreibt, ist nicht die Zahl. Es ist die Frage, was daraus gemacht wird. Ich habe am Montag ein paar Interviews gesehen, und es kam wieder das, was ich schon zur Genüge kenne: Sätze, die nichts sagen, und niemand, der die Verantwortung übernimmt.

Meine Sorge ist ein bestimmter Reflex. Er ging in den letzten Jahren so: Man schaut auf das Ergebnis, übernimmt ein paar Inhalte der AfD, zwängt sie in ein
bürgerliches Korsett und verkauft sie neu. Ich halte das für einen Fehler. Nicht nur moralisch, sondern auch strategisch. Es hat bisher nichts gebracht.

Ich glaube, die Sache liegt tiefer, und sie hat mit uns allen zu tun. Mit der Frage, ob wir Menschen wirklich zuhören oder ob wir ihre Sorgen nur abhaken. Mit der Frage, ob unsere Demokratie für die Leute noch etwas hergibt oder ob sie sich wie Verwaltung anfühlt.

Direkt zum Video auf YouTube ->

Wenn du das anders siehst, schreib es mir. In die Kommentare unter dem Video oder hier. Ich lese beides.

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