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Merz im Wahlkampf: Das Wort, das alles schlimmer macht

Merz warnt vor einem „Experimentierfeld für Wutbürger“. Ich halte das Wort für das eigentliche Problem und erkläre im Video, warum es nichts löst.

Friedrich Merz hat sich doch noch entschlossen, in den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt einzugreifen. In seiner Rede gibt es eine kurze Szene, die ich mir genauer angesehen habe. Sie dauert keine Minute und sagt trotzdem eine Menge darüber, wie die Spitzenpolitik mit der AfD umgeht.

Er sagt, Sachsen-Anhalt dürfe kein „Experimentierfeld für Wutbürger“ werden. Und er warnt, internationale Investoren würden es sich dreimal überlegen, ob sie
noch investieren.

Der zweite Teil geht ins Leere. Wer die AfD wählt, wählt sie nicht wegen ihrer wirtschaftlichen Kompetenz. Ein wirtschaftliches Konzept hat sie gar nicht. Die Leute wählen sie, weil sie glauben, sie bekommen ihr Gesamtpaket und danach geht es ihnen besser. Mit einer Warnung vor wirtschaftlichen Einbußen erreicht man da niemanden.

Direkt zum Video auf YouTube ->

„Wutbürger“ ist bequem. Es ist ein Etikett, und sobald es klebt, muss sich niemand mehr mit den Menschen dahinter beschäftigen. Man kann sie herabstufen und weitermachen wie bisher. Genau das passiert seit Jahren.

Dabei wäre das der Job. Über 40 Prozent in Sachsen-Anhalt, das ist doch nicht vom Himmel gefallen. Da gibt es Gründe, und die herauszufinden und etwas dagegen zu tun, ist die Aufgabe von Politik. Beides passiert nicht. Für mich grenzt das an Arbeitsverweigerung.

Mir geht es dabei nicht darum, sich mit der AfD zusammenzusetzen und Kompromisse zu schließen. Das halte ich in fast allen Punkten für kaum möglich. Es geht darum, den Menschen endlich Alternativen anzubieten, damit sie nicht zur falschen Alternative springen müssen.

Sieh dir das Video an und sag mir, wie du das siehst.

Direkt zum Video auf YouTube ->

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